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Inhalt:
DIE MACHT DES DINGLICHEN SKULPTUR HEUTE!
BERNHARD HEILIGER 1915-1995 Kosmos eines Bildhauers
Heiligers Köpfe in Passau
Ausstellung im Museum Beelden aan Zee, in Scheveningen
Ausstellung im Haus der Bürgerschaft 2003, in Bremen
Bernhard Heiliger - Die Köpfe 2000-2002
Retrospektive 1998, in Stettin
Grußwort Richard von Weizsäckers aus dem Katalog zur Ausstellung
Bernhard Heiliger - Die Köpfe
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 Das Ausstellungsplakat
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ANTONY GORMLEY. BODIES IN SPACE
Bernhard Heiliger Preis für Skulptur 2007
16. 09. bis 28. 10. 2007
Eröffnung: 16. 09. 2007, um 11.00 Uhr
Antony Gormley, geboren 1950 in London, zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen britischen Bildhauern. 1994 wurde ihm der Turner-Preis verliehen. Gormley hat an verschiedenen britischen Kunstschulen studiert und lebte von 1971 bis 1974 in Indien. Sein Werk konzentriert sich auf den menschlichen Körper, den er auf nachhaltige Weise als Thema der Bildhauerei wieder belebt hat. Ein häufiger Bezugspunkt in seinem Werk ist Joseph Beuys und dessen Begriff der "sozialen Plastik".
Die Ausstellung findet statt anlässlich der Verleihung des internationalen Bernhard-Heiliger-Preises für Skulptur. Dies ist die erste deutsche Museumsausstellung des britischen Bildhauers seit über 10 Jahren. Sie wird ermöglicht durch die Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie und der Henry Moore Foundation.
Ort: Georg-Kolbe-Museum · Sensburger Allee 25 · 14055 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Künstlerische Leitung: Dr. Marc Wellmann, Vorstand der Bernhard-Heiliger-Stiftung
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite zum Projekt:
www.bernhard-heiliger-preis.de
Fotos von der Ausstellungseröffnung finden Sie hier:
Ausstellungsfotos Antony Gormley im Georg-Kolbe-Museum
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 BODIES IN SPACE V, 2001 und LOST DOG II, 2002
Courtesy of the artist, Jay Jopling (White Cube), London, Galerie Nordenhake, Berlin
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 Das Ausstellungsplakat
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DIE MACHT DES DINGLICHEN
SKULPTUR HEUTE!
Die Ausstellung ist eine Standortbestimmung des Plastischen in der zeitgenössischen Kunst.
Vom 11. Februar bis 28. Mai 2007
Eine Ausstellung des Freundeskreises der Bernhard-Heiliger-Stiftung
in Kooperation mit der Bernhard-Heiliger-Stiftung
Gezeigt werden Arbeiten, die sich gegenüber den anhaltenden Entgrenzungstendenzen der Kunst auf das konkret Dingliche, Haptische und Materielle besinnen. Im Kontrast zu raumbezogenen Installationen bzw. der Flüchtigkeit digitaler oder performativer Werke, die den momentanen Ausstellungsbetrieb weitgehend beherrschen, ist eine solche Themenstellung ein Desiderat. Der "Renaissance der Skulptur", wie sie seit einiger Zeit Kunstmarkt und Presse ausrufen, wird hier erstmals mit repräsentativem Anspruch nachgegangen.
Ort: Georg-Kolbe-Museum · Sensburger Allee 25 · 14055 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Künstlerische Leitung: Dr. Marc Wellmann, Vorstand der Bernhard-Heiliger-Stiftung
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite zur Ausstellung:
www.die-macht-des-dinglichen.de
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 "Olga" Birgit Dieker H. 189 cm, Kleidung
Foto: Markus Schneider
Courtesy Galerie Volker Diehl, Berlin
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 Das Ausstellungsplakat
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BERNHARD HEILIGER
1915 - 1995
Kosmos eines Bildhauers
Anlässlich des 90. Geburtstages von Bernhard Heiliger fand im Erdgeschoss und Lichthof des Martin-Gropius-Baus die große Retrospektive seines Werkes statt. Die erste Retrospektive seines Werkes in der Bundeskunsthalle Bonn vor zehn Jahren hatte Berhard Heiliger noch mitgestaltet. Die Ausstellung war verbunden mit der Publikation seines abschließenden Werkverzeichnisses, dem Ergebnis von fast zehn Jahren Forschungsarbeit der Bernhard-Heiliger-Stiftung. Der thematische Schwerpunkt der Ausstellung lag auf den 50er und 60er Jahren und rekonstruiert Heiligers herausragende künstlerische Rolle im Nachkriegsdeutschland.
Kernstück der Ausstellung war die Aufhängung von Kosmos 70 im Lichthof des Martin-Gropius-Baus. Diese zweiteilige Hängeskulptur (9 x 15,14 x 3,88 m) war von 1970 bis 1994 im Foyer des Berliner Reichstages installiert und wurde im Zuge des neuerlichen Umbaus des Gebäudes durch Lord Norman Foster entfernt.
Weitere Informationen rund um die große Heiliger Retrospektive finden Sie auf der Internetseite zur Ausstellunge, die für Neugierige immer noch im Netz zur Verfügung steht:
www.heiliger-retrospektive.de
Parallel zur Retrospektive, fand vom 29. November 2005 bis zum 29. Januar 2006, unter der Regie Janos Frecots, des ehemaligen Leiters der Abteilung Fotografie der Berlinischen Galerie, und des Kurators der Kunstsammlung des Bundestages, Dr. Andreas Kaernbach, eine Ausstellung im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus statt, die Leben, Werk und Arbeit von Bernhard Heiliger im Spiegel der Fotografie beleuchtete.
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 Kosmos 70 im Lichthof des Martin-Gropius-Baus (Fotomontage)
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 Blick in die Ausstellung
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Heiligers Köpfe in Passau
Vom 4. März bis 24. April 2005 waren Bernhard Heiligers Köpfe im Museum Moderner Kunst, Stiftung Wörlen, Passau ausgestellt.
Nach dem Museum Beelden aan Zee in Scheveningen bei Den Haag war dies die zweite Station einer kleinen, von der Bernhard-Heiliger-Stiftung organisierten Tournee der Porträtköpfe aus ihrer Sammlung.
Weitere Informationen zum Museum:
www.mmk-passau.de
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 Blick in die Ausstellung
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 Museum Beelden aan Zee
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Heiligers Köpfe in Scheveningen 2004/2005
Vom 2. Oktober 2004 bis 31. Januar 2005, war im Museum Beelden aan Zee in Scheveningen bei Den Haag eine Ausstellung mit Bernhard Heiligers Köpfen zu sehen. Dieses bedeutende, weit über die Grenzen Hollands bekannte Sammlermuseum wurde 1994 von der holländischen Königin Beatrix eröffnet. Der preisgekrönte Architekt Wim Quist (Neubauten für das Rijksmuseum in Amsterdam und das Kröller-Müller-Museum in Otterloo) hat das Museum Beelden aan Zee direkt in eine Düne, unter einen Pavillon aus dem frühen 19. Jahrhundert gebaut. Es ist ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit, von dem das Treiben des Badeortes mit seiner Hochhausarchitektur aus den 70er und 80er Jahren gänzlich ausgeschlossen ist.
Der Bestand des Museums beruht auf der Sammlung des Ehepaars Scholten und ist ausschließlich der figurativen Plastik des 20. Jahrhunderts gewidmet. Durch diese Konzentration auf eine einzige Kunstgattung und Periode haben die Scholtens innerhalb weniger Jahre eine Plastiksammlung zusammengetragen, die gleichzeitig durch außerordentliche Vielfalt und Tiefe besticht. Einen Schwerpunkt der Sammlung stellt die Bildhauerei Deutschlands dar.
Die Heiliger-Ausstellung wurde in einem neu gebauten Gebäudetrakt gezeigt, der einerseits speziell dazu geschaffen wurde, um Teile der umfänglichen Porträt- und Kopfsammlung des Museums zu zeigen, und andererseits, um in loser Folge kleine Kabinettausstellungen aufzunehmen. Bernhard Heiligers Köpfe haben diesen Raum gewissermaßen eröffnet, während gleichzeitig das 10jährige Bestehen des Museums gefeiert wurde.
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 Blick in die Ausstellung
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 Restaurierte Reliefs
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Ausstellung im Haus der Bürgerschaft 2003
Auf Initiative der Bernhard-Heiliger-Stiftung wurde im Frühjahr 2003 der Relieffries am Haus der Bremischen Bürgerschaft restauriert. Die 15 stark verwitterten Platten aus Aluminium hängen seit 1965 an der Fassade des von Wassili Luckhardt gebauten Bremer Parlaments und zeichnen sich vor allem durch eine partielle Belegung mit Blattgold aus. Damit reagierte Heiliger auf die lokale Bauschmucktradition der Hansestadt, um die moderne Glasfassade in das historische Ensemble der Bremer Marktplatzarchitektur einzubinden. Der hier erstmals vorgeführte Kontrast von goldglänzenden und schrundigen Oberflächen weist auf eine bedeutende Schaffensperiode, die ab dem Ende der 60er Jahre das Material Bronze in gleichartiger Weise behandelt.
Anlässlich der Restaurierung des Relieffrieses war vom 5. Juni bis zum 15. August 2003 im Haus der Bürgerschaft eine Ausstellung mit Werken Bernhard Heiligers zu sehen. Neben 13 Zeichungen waren 12 Skulpturen aus allen Schaffensphasen präsentiert, die die Entwicklung des Künstlers von der Figuration zur Abstraktion dokumentieren.
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 Ausstellung im Nordflügel
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 Ausstellung im Südflügel
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 Der Köpfekatalog
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Bernhard Heiliger - Die Köpfe 2000-2002
Anlässlich des 85. Geburtstages von Bernhard Heiliger hat die Bernhard-Heiliger-Stiftung eine Ausstellung seiner berühmten Werkgruppe der Kopfporträts organisiert, die am 12. November 2000 im Berliner Georg-Kolbe-Museum eröffnet wurde, wo sie bis zum 28. Januar 2001 zu sehen war.
Weitere Stationen:
Von der Heydt-Museum in Wuppertal (18. Februar bis 22. April 2001), Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg (02. Mai bis 15. Juli 2001), Edwin Scharff-Museum in Neu-Ulm (29. Jui bis 21. Oktober 2001) Museum Ostdeutsche Galerie in Regensburg (18. November 2001 bis 15. Januar 2002) und Hirschwirtscheuer Museum für die Künstlerfamilie Sommer in Künzselsau (24. Januar bis 24. März 2002).
Zur Ausstellung erschien ein von Marc Wellmann herausgegebenes, reich illustriertes Katalogbuch mit Aufsätzen von Manfred Schneckenburger, Ursel Berger, Jürgen Fitschen und Iring Fetscher, das ausführliche biographische Informationen zu den Dargestellten und ein Verzeichnis sämtlicher Köpfe enthält:
160 Seiten, 160 Duplexabbildungen (davon 50 ganzseitig)
32 x 24 cm, Preis 20,- Euro
Die Buchhandelsausgabe ist über den Wienand-Verlag erhältlich.
zum ausführlichen Text ->
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 Der Ausstellungskatalog
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Retrospektive 1998
Zwei Jahre nach Gründung der Bernhard-Heiliger-Stiftung eröffnete 1998 in Stettin, Heiligers Geburtsstadt, die erste postume Retrospektive des Künstlers
(25. April - 30. August). Die Ausstellung war eine Kooperation der Bernhard-Heiliger-Stiftung mit dem Nationalmuseum Stettin und bestand größtenteils aus
Plastiken und Zeichnungen des Nachlasses. Der zweisprachige (deutsch/polnische) Katalog erschien mithilfe privater Sponsoren, die das transnationale Projekt
unterstützten. Er enthält Beiträge von Lothar Romain, Manfred Schneckenburger und Bogdana Kozinska. Die Direktorin des Stettiner Museums für Stadtgeschichte arbeitete mittels polnischem Archivmaterial Heiligers Kindheit, Jugend und seine Ausbildung an der dortigen, vom Bauhaus geprägten Kunstgewerbeschule minutiös auf. Im Zuge der Recherche zur Ausstellung wurde seitens der Stiftung die gesamte Biographie des Künstlers an entscheidenden Punkten neu dargestellt.
94 Seiten, 16 Farbabbildungen, 48 Duplexabbildungen
30 x 24 cm, Preis 15,- Euro
Bei der Bernhard-Heiliger-Stiftung (Bestellung mit Zahlschein über e-mail zzgl. Porto und Verpackung).
zum ausführlichen Text ->
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 Plakat der Stettin Ausstellung
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Grußwort Richard von Weizsäckers aus dem Katalog zur Ausstellung
Die Ausstellung der Werke von Bernhard Heiliger im Nationalmuseum Stettin begrüße ich mit lebhafter Freude und Dankbarkeit. Damit wird ein künstlerischer und kulturpolitischer Gedanke von exemplarischer Bedeutung nahe an der Grenze zwischen Polen und Deutschland verwirklicht.
Bernhard Heiliger wurde 1915 in Stettin geboren. Dort erhielt er auch seine erste vortreffliche Ausbildung. Der Charakter des Bauhauses wirkte auf ihn ein. Seine lebenslange Leidenschaft für Plastik entfaltete sich. Er setzte sich mit der damals zeitgenössischen Kunst von Grund auf auseinander.
Alsbald nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nahm Bernhard Heiliger sein von unerschöpflicher Vielfalt und vollkommener Selbständigkeit geprägtes Werk in Angriff. Durch die Initiative von Karl Hofer wurde er schon 1949 als Professor an die Hochschule für Bildende Künste in Berlin berufen.
In kurzer Zeit entwickelte Bernhard Heiliger sich zur prägenden Persönlichkeit unter den Bildhauern Deutschlands in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts. Er arbeitete mit kleinsten Formaten wie auch in überlebensgroßen Dimensionen, in der Plastik ebenso wie bei seinen Zeichnungen. Sein Auge für die Natur paarte sich mit seinem Sinn für die technische Welt. Wie es schien, gab er seinen Werken mühelos Ausdruck mit figurativer oder mit ungegenständlicher Kunst. Was er schuf, war empfunden, nicht erfunden. Darauf beruht seine bleibende Wirkung bis tief in die ganze Gesellschaft und Zeit hinein.
Unvergeßlich sind mir die persönlichen Begegnungen mit Bernhard Heiliger. Offenherzig und seiner Aufgabe gewiß, war er frei von jedem Kalkül. Er sprach nicht viel, suchte keinen Beifall, freute sich aber über den tiefen Eindruck seiner Kunst auf seine Mitmenschen.
Im Garten der Residenz der deutschen Bundespräsidenten am Rhein steht eine große Plastik des Künstlers, genannt Montana I. Unzählige Gäste aus aller Welt haben sich mit ihr auseinandergesetzt. Sie gehört zu jenen wichtigen Arbeiten Bernhard Heiligers, die wegen ihres Volumens schwer transportierbar sind. Sein bekanntestes Werk dieser Art ist die Flamme. Sie steht auf einem zentralen Platz in Berlin. Hier, in dem ihm gemäßen öffentlichen Raum, spricht der Künstler Tag für Tag zu den Tausenden, die sein Werk umfahren und umgehen. Bewußt oder unbewußt gehört es zu ihrem Lebensgefühl.
Daß Stettin im Rahmen des für uns alle so wichtigen polnisch-deutschen Kulturaustauschs unseren Nachbarn mit einem Herzstück künstlerischer Ausdruckskraft aus der deutschen Nachkriegszeit bekannt macht, ist ein weitsichtiges Zeichen guter europäischer Nachbarschaft.
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 Nationalmuseum in Stettin
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 Ausstellungsräume
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 Balance of Life
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 Plakat der Köpfeausstellung
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Bernhard Heiliger - Die Köpfe
Neben seinen freien Arbeiten schuf Heiliger eine Serie von Porträtköpfen, die zu den eindrucksvollsten Werken ihrer Gattung zählen. Die zeitgemäße Aufgabe, den Darzustellenden möglichst treffend zu charakterisieren
und zugleich ein autonomes Kunstwerk zu schaffen, fand eine erstaunliche
Bewältigung. Heiligers neuartige individuelle Auffassung umging die
konventionelle Abbildlichkeit und schuf eine lebendige Einheit von genauester
physiognomischer Prägnanz und gleichzeitiger formaler Freiheit. Will
Grohmann war einer der ersten, der Heiligers Leistung bewunderte. Über
den Kopf des Hochschuldirektors und Malers Karl Hofer schrieb er 1951:
"Er ist von einer entwaffnenden Ähnlichkeit und gleichzeitig ganz
und gar plastisch. Wie Heiliger das zuwege gebracht hat, ist rätselhaft."
Das Werk wurde von mehreren Museen gekauft und brachte Heiliger schlagartig
öffentliche Anerkennung, die bis heute mit seinen Köpfen verbunden
ist. Man feierte ihn als »Erneuerer des Porträts in der Plastik«,
dem die Verschmelzung scheinbar widersprechender künstlerischer Ansätze
gelang.
Die Porträtierten waren größtenteils mit Heiliger befreundet.
So finden sich darunter Kunstschaffende (Karl Hofer, Alexander Camaro,
Boris Blacher, Walter Gropius), Schauspieler (O. E. Hasse, Ernst Schröder),
Kunstwissenschaftler (Karl Ludwig Skutsch, Christian Adolf Isermeyer, Kurt
Martin, Graf Philippe d'Arschot), Autoren (Hans Blüher, Martin Heidegger),
Sammler (Ehepaar Schniewind, Markus Kruss), Tänzerinnen (Dore Hoyer,
Katherine Dunham) sowie Freundinnen und Ehefrauen. In vier Fällen
hat Heiliger Aufträge aus der Politik und der Wirtschaft angenommen
(Ernst Reuter, Theodor Heuß, Ludwig Erhard sowie Heinrich Nordhoff).
Fast alle Köpfe sind ausschließlich aus dem Interesse an der
Spiegelung eines Charakters entstanden, wenn Heiliger ein besonders einprägsames
Gesicht begegnete, das seiner Formenwelt entsprach. Leicht hätte Heiliger,
der von zahlreichen Personen bedrängt wurde, sie zu verewigen, diese
Serie zu einer Prominentengalerie der 50er und 60er Jahre ausbauen können.
Doch letztlich war seine Sicht zu individuell, zu weit von Repräsentation
und offizieller Ikonisierung entfernt. Er verzichtet auf expressionistische
Elemente, auf Pathos und übersteigerung und umging stets die gefährliche Klippe zur Karikatur, an der ein so prägnant arbeitender Künstler leicht scheitern kann. Heiliger arbeitete zudem völlig unschematisch. Das Individuelle der Physiognomie bestimmte die jeweilige Technik. Durch die künstlerische Einfühlung in unterschiedliche Persönlichkeiten entstand so ein abwechslungs- und erfindungsreiches Werk, das die Gesichter einer Epoche versammelt.
Ein Teil von Heiligers Kopfplastiken wurde erstmals 1956 von Karl Ludwig Skutsch in einer Ausstellung im Berliner
Haus am Waldsee mit weiteren Stationen in Westen Deutschlands als gesonderte
Werkgruppe vorgestellt. Im Vorwort des Kataloges gibt Skutsch zu bedenken,
dass Heiligers Hauptinteresse auf ganz anderem Gebiet liege, doch
seien die Köpfe "verglichen mit der Porträtauffassung der älteren
Generation [...] ein so überzeugender neuer Beitrag, daß eine
Sonderausstellung dieser Seite seines Schaffens ihren Platz verdient."
Unter dieser Perspektive ermöglichte nach über vierzig Jahren und erstmals
nach dem Tod des Künstlers die Wanderausstellung von 2000 bis 2002 die komplette Rückschau
auf Heiligers Köpfe. Angefangen mit noch realistisch
aufgefassten frühen Beispielen führte die Schau zu den abstrakten
Figurenköpfen der späten vierziger Jahre. Quasi als Synthese
dieser beiden Ansätze stand im Zentrum dann die Serie der Porträtköpfe, die im Zuge der Recherche zur Ausstellung um mehrere bisher unbekannte
Stücke erweitert wurde.
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 Frauenkopf
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 Kopf Boris Blacher
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 Kopf Ernst Schröder
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 Kopf Graf d'Arschot
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